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Gasnetz-Informationen

Unser Fernleitungsnetz ist die Basis für alle Leistungen rund um den Erdgastransport. Informieren Sie sich über technische Daten, Netzanschluss und Netzzugang.

Daten & Fakten

Das Transportnetz der terranets bw hat eine Länge von rund 2000 km und ist über elf Einspeisepunkte direkt mit den Transportnetzen der Netzbetreiberunternehmen Open Grid Europe GmbH, GASCADE Gastransport GmbH, Fluxys TENP GmbH sowie bayernets GmbH gekoppelt. Zwei Verdichteranlagen, im Raum Karlsruhe und Ulm, schaffen die während der Starklastzeiten erforderlichen Kapazitäten zum Transport der von den Verbrauchern benötigten Erdgasmengen. Zur Systemstabilität tragen sowohl ein vollständig in unserem Fernleitungsnetz integrierter Untertageerdgasspeicher sowie ein weiterer direkt angeschlossener  Untertageerdgasspeicher bei.

Über rund 200 Netzkopplungspunkte sind die Verteilnetze von etwa 50 direkt nachgelagerten Ausspeisenetzbetreibern sowie vierzehn Letztverbrauchern (Industrie) an unser Erdgashochdrucknetz angeschlossen. Weitere rund 70 Ausspeisenetzbetreiber sind den direkt angeschlossenen Ausspeisenetzen nachgelagert. Anbindungen zu ausländischen Netzkopplungspartnern bestehen über drei buchbare Grenzübergangspunkte im Bodenseeraum (Vorarlberg und Ostschweiz), sowie in Basel.

 

Das Hochdruckleitungsnetz der terranets bw mit Betriebsnenndrücken bis 80 bar erstreckt sich über eine Gesamtlänge von rund 2000 km. Über das Leitungsnetz der terranets bw wird Erdgas zu ca. 200 Netzkopplungs- und Ausspeisepunkten transportiert.

Die Höchstlast im Geschäftsjahr 2017 wurde am 23.01.2017 zwischen 08:00 Uhr und 09:00 Uhr gemessen. In dieser Stunde entnahmen nachgelagerte Netzbetreiber und Industriekunden eine Menge von insgesamt 24.073 MWh/h zeitgleich aus dem Transportnetz der terranets bw. Die entnommene Jahresarbeit im Geschäftsjahr 2017 betrug 82.011.150 MWh.

Wir transportieren ausschließlich Erdgas der Beschaffenheit H. Der Brennwert an den Ein- und Ausspeisepunkten bewegte sich im Geschäftsjahr 2017 zwischen 11,00 kWh/m3N und 11,65 kWh/m3N. Weitere Informationen zu den Strukturmerkmalen des Netzes der terranets bw erhalten Sie in unserem pdf-Dokument „Netzstruktur".

Sie möchten einen Netzanschluss oder eine Netzkopplung zur direkten Anbindung an das Hochdruckleitungsnetz der terranets bw realisieren? Hierfür gehen Sie bitte wie folgt vor:

Schritt 1: Sie brauchen erste Informationen?

Für erste Informationen für einen Netzanschluss an das Fernleitungsnetz der terranets bw kontaktieren Sie bitte netzanschluss[at]terranets-bw.de

Schritt 2: Sie stellen eine verbindliche Netzanschlussanfrage

Für eine verbindliche Anfrage an terranets bw zur Durchführung der für eine Anschlusszusage notwendigen Prüfungen verwenden Sie bitte folgendes Formular und senden dies an netzanschluss[at]terranets-bw.de   

Schritt 3: Rückantwort von terranets bw: Kostenabschätzung für die Bearbeitung

Nach Eingang der Netzanschlussanfrage bei terranets bw werden wir Ihnen umgehend mitteilen, welche Kosten mit der Bearbeitung Ihrer Anfrage verbunden sind und welche weiteren Unterlagen für die Prüfungen benötigt werden.

Schritt 4: Netzanschlussprüfung durch terranets bw

Nach Eingang der vollständigen Unterlagen werden die für eine Anschlusszusage notwendigen Prüfungen (bspw. Kapazitätssimulation, -berechnung und -auswertung, Grobtrassierung, Anschlussmöglichkeiten) durchgeführt. Das Ergebnis ist ein Prüfbericht inklusive einer Kostenschätzung zur Herstellung des Netzanschlusses.

Schritt 5: Sie entscheiden sich für einen Netzanschluss

Sollten Sie sich für die Realisierung des Netzanschlusses entscheiden, sollte vor Beginn der Planung und dem Bau des Netzanschlusses die vertragliche Grundlage geschaffen werden.

Schritt 7: Realisierung des Netzanschlusses; Planung und Bau des Netzanschlusses.

Nach Abschluss des Netzanschlussvertrags bzw. Netzkopplungsvertrags werden wir umgehend die erforderlichen Maßnahmen zur Herstellung des Netzanschlusses einleiten.


Für den Anschluss einer Biogasanlage beachten Sie bitte die Vorgehensweise unter dem nachfolgenden Menüpunkt.


Hannes Kattner
Kontakt Netzanschluss
Am Wallgraben 135, 70565 Stuttgart

Mail h.kattner[at]terranets-bw.de 

Tel +49 (0) 711 7812-2064

Fax +49 (0) 711 7812-1229

Mit der Biogasanlage "Hahnennest" entstand im März 2012 die erste Biogaseinspeisung in ein Erdgashochdruckleitungsnetz in Baden-Württemberg. Durch die enge Kooperation zwischen dem Betreiber "Energiepark Hahnennest" und den Experten der terranets bw wurde in kürzester Zeit die Planung und der Bau der Biogaseinspeiseanlage realisiert.

Sie planen eine Biogasanlage mit Aufbereitung und Einspeisung in ein Erdgasnetz und wollen prüfen, ob diese Anlage an das Fernleitungsnetz der terranets bw angeschlossen werden kann?

Bitte beachten Sie dabei die technischen Mindestanforderungen für die Einspeisung von Biogas bevor Sie einen verbindlichen Antrag zur Prüfung eines Netzanschlussbegehrens an uns stellen.

Schritt 1: Sie brauchen erste Informationen?

Für erste Informationen für einen Netzanschluss Biogas an das Fernleitungsnetz der terranets bw kontaktieren Sie bitte: netzanschluss[at]terranets-bw.de

Schritt 2: Sie stellen eine verbindliche Netzanschlussanfrage Biogas

Für eine verbindliche Anfrage an terranets bw zur Durchführung der für eine Anschlusszusage Biogas notwendigen Prüfungen verwenden Sie bitte folgendes Formular und senden dies an: netzanschluss[at]terranets-bw.de 

 

Schritt 3: Rückantwort von terranets bw: Kostenabschätzung für die Bearbeitung

Nach Eingang der Netzanschlussanfrage Biogas bei terranets bw werden wir Ihnen umgehend mitteilen, welche Kosten mit der Bearbeitung Ihrer Anfrage verbunden sind und welche weiteren Unterlagen für die Prüfungen benötigt werden.

Schritt 4: Netzanschlussprüfung Biogas durch terranets bw

Nach Eingang der vollständigen Unterlagen werden die für eine Anschlusszusage Biogas notwendigen Prüfungen (bspw. Kapazitätssimulation, -berechnung und -auswertung, Grobtrassierung, Anschlussmöglichkeiten) durchgeführt. Das Ergebnis ist ein Prüfbericht inklusive einer Kostenschätzung zur Herstellung des Netzanschlusses Biogas.

Schritt 5: Sie entscheiden sich für einen Netzanschluss Biogas

Sollten Sie sich für die Realisierung des Netzanschlusses Biogas entscheiden, sollte vor Beginn der Planung und dem Bau des Netzanschlusses die vertragliche Grundlage geschaffen werden.

Schritt 6: Abschluss eines Netzanschlussvertrages Biogas

Diese Verträge regeln die wesentlichen technischen und rechtlichen Bedingungen der Gasübergabe/-übernahme und bieten somit eine solide Basis für die Zusammenarbeit. Für den Abschluss eines Netzanschlussvertrags Biogas kontaktieren Sie bitte: netzanschluss[at]terranets-bw.de

Schritt 7: Realisierung des Netzanschlusses Biogas

Nach Abschluss des Netzanschlussvertrags Biogas werden wir umgehend die erforderlichen Maßnahmen zur Herstellung des Netzanschlusses einleiten.

Netzzugang

Hier finden Sie alle relevanten Informationen für den Netzzugang. Der Zugang zum Leitungsnetz erfolgt auf Basis der aktuell gültigen Kooperationsvereinbarung und unseren Geschäftsbedingungen. Hier finden Sie eine detaillierte Beschreibung des Zugangs zum Leitungsnetz der terranets bw.

 

Unsere Ansprechpartner im Netzzugang:
Andreas Schlund: a.schlund[at]terranets-bw.de 
Andreas Maunz: a.maunz[at]terranets-bw.de
Laura Brändle: l.braendle[at]terranets-bw.de 
Tobias Wegener: t.wegener[at]terranets-bw.de

Netzbetreiber, die der terranets bw direkt nachgelagert sind, bestellen zur Abwicklung von Transporten innerhalb eines Marktgebietes einmal jährlich für das jeweils folgende Kalenderjahr („Bestelljahr“) in dem vorgelagerten Netz die berechnete maximal vorzuhaltende feste Ausspeisekapazität an Netzkopplungspunkten bzw. Ausspeisezonen. In ungeraden Kalenderjahren wird im Rahmen der jährlichen internen Bestellung von direkt nachgelagerten Netzbetreibern unverbindlich der Bedarf für die auf das Bestelljahr folgenden zehn Jahre (Langfristprognose) prognostiziert.

Die Bestellung sowie ggf. die Übermittlung der Langfristprognose erfolgt bei terranets bw mittels des Formulars „interne Bestellung“. Es gelten die Regelungen der Kooperationsvereinbarung zwischen den Betreibern von in Deutschland gelegenen Gasversorgungsnetzen in ihrer für den jeweiligen Zeitraum maßgeblichen Fassung sowie das Preisblatt der terranets bw.

terranets bw veröffentlicht gemäß § 11 Ziffer 9 der Kooperationsvereinbarung zwischen den Betreibern von in Deutschland gelegenen Gasversorgungsnetzen (Änderungsfassung vom 16. Dezember 2016) Kapazitätsangaben zu den internen Bestellungen der unmittelbar nachgelagerten Netzbetreiber. Diese können Sie untenstehender Liste entnehmen.

 

Kapazitätsangaben zu den internen Bestellungen der unmittelbar nachgelagerten Netzbetreiber für vergangene Jahre können Sie untenstehend entnehmen.

Wir bieten unseren Transportkunden Kapazitäten sowohl auf fester als auch unterbrechbarer Basis an. Kapazitäten können auf Jahres-, Monats-, Wochen- oder Tagesbasis sowie untertägig gebucht werden.

Transportkapazitäten sind online über die von den Fernleitungsnetzbetreibern eingerichtete Kapazitätsplattform PRISMA buchbar.

Die Entgelte der terranets bw sind unserem Preisblatt zu entnehmen.

Gerne stellen wir Ihnen die Kapazitätsabrechnung per E-Mail zur Verfügung. Bitte senden Sie uns dazu das folgende Formular ausgefüllt zu: 

Die Abwicklung der Belieferung von Entnahmestellen mit Gas erfolgt nach der von der Bundesnetzagentur getroffenen Festlegung einheitlicher Geschäftsprozesse und Datenformate vom 20.08.2007 (Az. BK 7-06-067).

Zur Übermittlung der An- und Abmeldungen für die betreffenden Geschäftsprozesse ist die nachfolgend genannte E-Mail-Adresse zu verwenden: editrans[at]terranets-bw.de

Detailliertere Regelungen finden Sie in unseren Geschäftsbedingungen für den Ein-und Ausspeisevertrag (entry-exit System).

Im Folgenden finden Sie die Entnahmestellen und die dazugehörigen Zählpunktbezeichnungen im Netz der terranets bw sowie das Kommunikationsdatenblatt.

Transparenzinformationen

Die europäischen Fernleitungsnetzbetreiber sind gemäß Verordnung (EG) VO 715/2009 des Europäischen Parlaments und des Rates über die Bedingungen für den Zugang zu den Erdgasfernleitungsnetzen und insbesondere von Kapitel 3 des Anhangs I in der Fassung vom 10. November 2010 verpflichtet, auf ihren Internetseiten regelmäßig, verschiedene aktualisierte Informationen in einem gängigen Datenformat zu veröffentlichen.

Die folgende Tabelle bietet einen Überblick über die implementierten Transparenzanforderungen und zeigt, wo die dazugehören Informationen auf unserer Website zu finden sind. Weitere Veröffentlichungen gem. Verordnung (EG) VO 715/2009 Anhang 1 Ziff. 3.3 finden Sie auf der ENTSOG Transparenzplattform.

Annex I to Regulation (EG) 715/2009Auf unserer Website
3.1.2 a)
Eine ausführliche Beschreibung der angebotenen
Dienstleistungen und Entgelte
Netzzugang
3.1.2 b) u. c) 1.
Verschiedene Transportverträge und andere maßgebliche Unterlagen
Netzzugang / Verträge und Richtlinien
3.1.2 c)
Netzkodex / Standardbedingungen
Verträge und Richtlinien
3.1.2 c) 2.
Anforderungen an die Gasqualitätparameter
Maßgebliche Punkte
3.1.2 c) 3.
Druckanforderungen
Netzkopplungspunkte Einspeisung / Netzkopplungspunkte Ausspeisung
3.1.2 c) 4.
Verfahren für eine Unterbrechung der unterbrechbaren Kapazität
Verträge und Richtlinien -
Geschäftsbedingungen für den Ein- und Ausspeisevertrag
3.1.2 d)
Harmonisierte Verfahren, die bei Nutzung des Fernleitungsnetzes
angewandt werden inkl. der Definition von Schlüsselbegriffen
Verträge und Richtlinien -
Geschäftsbedingungen für den Ein- und Ausspeisevertrag
3.1.2. e)
Bestimmungen über Verfahren der Kapazitätszuweisung,
des Engpassmanagements, Verhütung der Kapazitätshortung
und Wiederverwendung
Prisma primary /
Verträge und Richtlinien -
Geschäftsbedingungen für den Ein- und Ausspeisevertrag
3.1.2 f)
Regeln für Kapazitätshandel auf dem Sekundärmarkt
ggü. Fernleitungsnetzbetreiber
Verträge und Richtlinien -
Geschäftsbedingungen für den Ein- und Ausspeisevertrag
3.1.2 g)
Regeln für den Ausgleich von Mengenabweichungen;
Berechnungen der Ausgleichsenergiepreise
NetConnect Germany
3.1.2 h)
Flexibilität- und Toleranzwerte ohne separates Entgelt sowie mit separatem Entgelt
NetConnect Germany
3.1.2 i)
Ausführliche Beschreibung des Gasnetzes inkl. Anlagenbetreiber an Kuppelstellen /
Namen der angrenzenden Netzbetreiber
Technische Beschreibung
3.1.2 j)
Anschlussregeln
Netzanschluss / Verträge und Richtlinien
3.1.2 k)
Informationen über Notfall-Mechanismen
Verträge und Richtlinien
3.1.2 l)
Für Kuppelstellen vereinbarten und Interoperabilität betreffende Verfahren
(falls relevant), Verfahren für Nominierung und Matching, sonstige Verfahren
für Allokation und Mengenabweichungen einschließlich verwendeter Methoden
Verträge und Richtlinien -
Geschäftsbedingungen für den Ein- und Ausspeisevertrag
3.1.2 m)
Beschreibung der Methodik und des Verfahrens für Berechnung der technischen Kapazität
Verfahren zur Ermittlung der technischen Ein- und Ausspeisekapaztäten
3.3.(1) a-e, 3.3.(4), 3.3.(5)
Kapazitäten, Nominierungen und Renominierungen,
tatsächliche Lastflüsse, Brennwerte

Maßgebliche Punkte

ENSTOG Transparenzplattform

3.3 (1) f)
Geplante und tatsächliche Unterbrechungen

Kapazitätsrelevante Instandhaltungsmaßnahmen /
Kapazitätsinformationen - Unterbrechnungen

ENTSOG Transparenzplattform

3.3 (1) g)
Geplante und ungeplante Unterbrechungen

Kapazitätsrelevante Instandhaltungsmaßnahmen

ENTSOG Transparenzplattform

3.4 (1) und (2)
Informationen zum Sekundärhandel

Prisma secondary

Verträge und Richtlinien -
Geschäftsbedingungen für den Ein- und Ausspeisevertrag

3.4 (3)
Ausgleichsdienstleistungen
NetConnect Germany
3.4 (4)
Weitere Flexibilitätsdienstleistung des Fernleitungsnetzbetreibers; hier OFC
NetConnect Germany
3.4 (5)
Das sich im Netz befindliche und prognostizierte Gasvolumen
NetConnect Germany
3.4 (6)
Nutzerfreundliche Instrumente für die Tarifberechnung
Entgelte

 

 

Die europäischen Fernleitungsnetzbetreiber sind gemäß Art. 29 der Verordnung (EU) 2017/460 der Kommission vom 16. März 2017 zur Festlegung eines Netzkodex über harmonisierte Fernleitungsentgeltstrukturen verpflichtet Informationen vor der jährlichen Auktion zu veröffentlichen. 


Die folgende Tabelle bietet einen Überblick über die implementierten Transparenzanforderungen und zeigt, wo die dazugehörigen Informationen auf unserer Website zu finden sind.

Art. 29 (a)
Informationen für  Standardkapazitätsprodukte für verbindliche Kapazität (Reservepreise, Multiplikatoren, Saisonale Faktoren, etc.)

Siehe Preisblatt 2018 und Preisblatt 2019

Zur Begründung für die Höhe der Multiplikatoren verweist terranets bw GmbH auf die Festlegung der Bundesnetzagentur BK9-14/608 (Festlegung „BEATE“).

Art. 29 (b)
Informationen für Standardkapazitätsprodukte für unterbrechbare Kapazität
(Reservepreise und eine Bewertung der Wahrscheinlichkeit einer Unterbrechung)

Siehe Preisblatt 2018 und Preisblatt 2019


Die Bundesnetzagentur hat in ihrem Beschluss BK9-14/608 (Festlegung „BEATE“, Abschnitt VII.5 – VII.8, S. 26ff.) die Methodik zur Berechnung des Abschlags für unterbrechbare Kapazität, der gleichzeitig auch als Schätzung der Unterbrechungswahrscheinlichkeit gilt, festgelegt. Hierbei ist die Höhe des Abschlages bzw. der Unterbrechungswahrscheinlichkeit unabhängig von der Produktlaufzeit.


Die zur Berechnung des Abschlags benötigten Daten (Vermarktung und Unterbrechung unterbrechbarer Kapazität) können auf der ENTSOG Transparenzplattform bzw. als Summe pro Punkt hier bezogen werden.

Die europäischen Fernleitungsnetzbetreiber sind gemäß Art. 30 der Verordnung (EU) 2017/460 der Kommission vom 16. März zur Festlegung eines Netzkodex über harmonisierte Fernleitungsentgeltstrukturen verpflichtet Informationen vor der Entgeltperiode zu veröffentlichen.

Die folgende Tabelle bietet einen Überblick über die Transparenzanforderungen und zeigt, wo die dazugehörigen Informationen auf unserer Website zu finden sind. Weitere Veröffentlichungen gem. Verordnung (EU) 2017/460 Artikel 31 (2) finden Sie auf der ENTSOG Transparenzplattform.

Art. 30 (1)(a)
Informationen zu den in der angewandten Referenzpreismethode verwendeten Parametern

Link auf vereinfachtes Entgeltmodell

Angewendete Parameter im vereinfachten Entgeltmodell (simplified Model)

  • Erlösobergrenze
  • prognostizierte Kapazitätsbuchung entry [kWh/h/a]
  • prognostizierte Kapazitätsbuchung exit [kWh/h/a]
  • Anteil Erlösobergrenze entry
  • Anteil Erlösobergrenze exit

Art. 30 (1)(b)(i)
Informationen zu den zulässigen Erlösen

Die zulässigen Erlöse der terranets bw betragen:

140.531.482

Art. 30 (1)(b)(ii)
Informationen zu den Änderungen der zulässigen Erlöse

Die Steigerung der zulässigen Erlösobergrenze der Entgeltperiode 2018 gegenüber der Erlösobergrenze für 2017 resultiert bei der terranets bw, insb. aus einer Erhöhung der Kosten für Lastflusszusagen zur Gewährleistung der Versorgungssicherheit in Baden-Württemberg.

Art. 30 (1)(b)(iii)
Informationen zu den folgenden Parametern: Typen des reguliertem Anlagevermögens und ihr Gesamtwert, Kapitalkosten, Investitionsausgaben, operative Ausgaben, Anreizmechanismen und Effizienzziele, Inflationsindizes

Gesamtwert des regulierten Anlagevermögens im Kostenbasisjahr 2015: 345.564.288 €

Typen des regulierten Anlagevermögens (vgl. Anlage 1 der GasNEV):

I. Allgemeine Anlagen

II. Gasbehälter

III. Erdgasverdichteranlagen

IV. Rohrleitungen/ Hausanschlussleitungen

V. Mess-, Regel- und Zähleranlagen

VI. Fernwirkanlagen

Kapitalkosten des Kostenbasisjahres 2015:

32.557.089 €

Die Methode zur Berechnung der Kapitalkosten ist in §§ 6-8 GasNEV festgelegt.

Die Investitionsausgaben bestimmen sich nach den Anschaffungs- und Herstellungskosten des Anlagegutes. In der deutschen Anreizregulierung ist keine Neubewertung des Anlagegutes vorgesehen. Die Anlagegüter werden nach §6 (5) GasNEV linear abgeschrieben. Die Abschreibungsdauer ist in Anlage 1 GasNEV vorgegeben.

Abschreibungszeiträume und –beträge für Anlagetypen:

I. Allgemeine Anlagen
3-70 Jahre (keine Abschreibung für Grundstücke)
Betrag im Kostenbasisjahr 2015: 3.672.929 €

II. Gasbehälter
45-55 Jahre
Betrag im Kostenbasisjahr 2015: 659.182 €

III. Erdgasverdichteranlagen
20-60 Jahre
Betrag im Kostenbasisjahr 2015: 2.423.507 €

IV. Rohrleitungen/ Hausanschlussleitungen
30-65 Jahre
Betrag im Kostenbasisjahr 2015: 9.069.140 €

V. Mess-, Regel- und Zähleranlagen
8-60 Jahre
Betrag im Kostenbasisjahr 2015: 2.582.052 €

VI. Fernwirkanlagen
15-20 Jahre
Betrag im Kostenbasisjahr 2015: 1.668.659 € 

Operative Ausgaben des Kostenbasisjahres 2015:
61.664.196 €

Die deutschen Fernleitungsnetzbetreiber unterliegen dem System der Anreizregulierung gemäß den Vorgaben der ARegV, §§12-16 regeln hierbei Anreizmechanismen und Effizienzziele. 

Der Erlösobergrenze eines Netzbetreibers, die für die Regulierungsperiode (fünf Jahre) bestimmt wird, liegen die Kosten zu Grunde, welche im Basisjahr (Jahr 3 vor der neuen Regulierungsperiode) beim Netzbetreiber entstanden und von der Regulierungsbehörde geprüft sind. Des Weiteren wird ein Effizienzvergleich zwischen den Fernleitungsnetzbetreibern durchgeführt und auf Basis deren Aufwands- und Strukturparameter unternehmensindividuelle Effizienzwerte ermittelt. Etwaige Ineffizienzen sind über die Dauer einer Regulierungsperiode abzubauen.

Ebenfalls berechnet die Regulierungsbehörde einen generellen sektoralen Produktivitätsfaktor, der für alle Fernleitungsnetzbetreiber einheitlich zur Anwendung kommt.

Der zur Bestimmung der zulässigen Erlöse 2018 verwendete Inflationsindex beträgt: 1,005 (0,5 %) (d.h., 107,4 (2016) -  106,9 (2015).

Art. 30 (1)(b)(iv,v)
Informationen zu den zulässigen Erlösen aus Fernleitungsentgelten inklusive Kennzahlen zu Kapazitäts-/Arbeitsaufteilung, Entry-Exit-Split und Aufteilung nach systeminterner/systemübergreifender Nutzung

Zulässige Erlöse aus Fernleitungsentgelten 2018 betragen:

116.334.343 €

Kapazitäts-/ Arbeitsaufteilung:

100% Kapazitätsentgelte

Entry-Exit-Split

Die der Bildung der Fernleitungsentgelte zugrunde liegenden zulässigen Erlöse für Ein- bzw. Ausspeisepunkte entsprechen den Anteilen der prognostizierten Ein- bzw. Ausspeisebuchungen an der prognostizierten Gesamtbuchung. Somit ergibt sich ein Entry-Exit-Split in Höhe von ca. 3 % (Entry) zu ca. 97 % (Exit).

Die Aufteilung nach systeminterner/ systemübergreifender Nutzung wird im Rahmen der Konsultation nach Art. 26 NC TAR bestimmt und entsprechend veröffentlicht.

Art. 30 (1)(b)(vi)
Informationen zum Ausgleich des Regulierungskontos in der vergangenen Entgeltperiode

 

Tatsächliche regulierte Erlöse aus Fernleitungs- und Systemdienstleistungen 2016:

117.727.567 €

Saldo des Regulierungskontos des abgeschlossenen Geschäftsjahres 2016:

1.901.092 €

Der Saldo des Regulierungskontos des abgeschlossenen Geschäftsjahres 2016 wird im Jahr 2017 festgestellt und in gleichmäßigen Raten – inklusive Verzinsung – über die folgenden 5 Kalenderjahre ausgeglichen.

Regulierungskonto-spezifische Anreizmechanismen bestehen im deutschen Regulierungssystem nicht.

Art. 30 (1)(b)(vii)
Information zur beabsichtigte Nutzung des Auktionsaufschlags

Gemäß §13 (4) GasNZV werden Auktionserlöse auf dem Regulierungskonto nach §5 ARegV verbucht. Dieses Vorgehen entfaltet somit eine entgeltmindernde Wirkung in den Jahren in denen das Regulierungskonto ausgeglichen wird.

Art. 30 (1)(c)
Informationen zu Fernleitungs- und Systemdienstleistungsentgelten und ihrer Berechnung

Informationen zur Berechnung der Fernleitungsentgelte sind dem vereinfachten Entgeltmodell zu entnehmen. Gemäß des Beschlusses der Bundesnetzagentur BK9-17/609 (Festlegung „INKA“) sind folgende Positionen als Systemdienstleistungsentgelte definiert:

Berechnung Biogasumlage:

Nach Ziffer 6 des Beschlusses der Bundesnetzagentur BK9-17/609 (Festlegung „INKA“) ist die Biogasumlage nach § 20b GasNEV als Systemdienstleistung eingeordnet. Die Berechnung der Biogasumlage ist beschrieben in § 7 der Kooperationsvereinbarung zwischen den Betreibern von in Deutschland gelegenen Gasversorgungsnetzen vom 27.10.2017. Hiernach werden die bundesweiten Biogas-Gesamtkosten des Jahres 2018 in Höhe von 199.507.937 € durch die bundesweit bei Fernleitungsnetzbetreibern gebuchte bzw. bestellte Kapazität an Netzanschlusspunkten zu Letztverbrauchern und Netzkopplungspunkten zu nachgelagerten Netzbetreibern ohne Beachtung von Multiplikatoren oder saisonalen Faktoren des Jahres 2018 in Höhe von 291.495.193 (kWh/h)/a geteilt. Hieraus ergibt sich eine Biogasumlage in Höhe von 0,68443 €/(kWh/h)/a.

Berechnung Marktraumumstellungsumlage:

Nach Ziffer 6 des Beschlusses der Bundesnetzagentur BK9-17/609 (Festlegung „INKA“) ist die Marktraumumstellungsumlage nach § 19a Abs. 1 EnWG als Systemdienstleistung eingeordnet. Die Berechnung der Marktraumumstellungsumlage ist beschrieben in § 10 der Kooperationsvereinbarung zwischen den Betreibern von in Deutschland gelegenen Gasversorgungsnetzen vom 27.10.2017. Hiernach werden die bundesweiten Umstellungskosten des Jahres 2018 in Höhe von 104.442.367,39 € durch die bundesweit bei Fernleitungsnetzbetreibern gebuchte bzw. bestellte Kapazität an allen Ausspeisepunkten (inkl. Speicher und Grenz- und Marktgebietsübergangspunkten) ohne Beachtung von Multiplikatoren oder saisonalen Faktoren des Jahres 2018 in Höhe von 403.738.196 (kWh/h)/a geteilt. Hieraus ergibt sich eine Marktraumumstellungsumlage in Höhe von 0,2587 €/(kWh/h)/a.

Berechnung Messentgelt / Messstellenbetriebsentgelt:

Die Kosten der Messung und des Messstellenbetriebs setzen sich aus den operative Kosten der Abteilung Messung und Messstellenbetrieb zzgl. des Verwaltungskostenaufschlages sowie der Kapitalkosten der Messeinrichtungen zusammen. Die Aufteilung in Kosten der Messung sowie des Messstellenbetriebs erfolgt anhand der SAP-Kostenstellenberichte.

Die Entgelte für Messung und Messstellenbetrieb sind dem Preisblatt zu entnehmen.

Art. 30 (2)(a)
Informationen zu Änderungen der Fernleitungsentgelten

Die Steigerung der Entgelte resultiert aus der Steigerung der Erlösobergrenze, wie in den Informationen zu Art. 30 (1)(b)(ii) beschrieben.

Für die Entgeltperiode 2019 gehen wir derzeit vor dem Hintergrund der nicht abgeschlossenen Kostenprüfung für die dritte Regulierungsperiode sowie der unklaren Kapazitätssituation in Baden-Württemberg von keiner wesentlichen Änderung der Fernleitungsentgelte gegenüber dem Entgelt des Jahres 2018 aus.

Welcher Referenzpreismethode die Entgeltbildung der Jahre 2020 ff. unterliegt ist derzeit schwer abzuschätzen. Dementsprechend können auch keine indikativen Aussagen zur Entgeltentwicklung der Jahre 2020-2022 getroffen werden.

Hierzu verweisen wir auf die abschließende Konsultation gemäß Artikel 26 Tariff Network Code, welche gemäß der Festlegung “INKA“ (BK9-17/609) von der Bundesnetzagentur durchgeführt wird.

Art. 30 (2)(b)
Informationen zum im Tarifjahr 2018 verwendeten Referenzpreismodell inkl. vereinfachtem Entgeltmodell

Link auf das vereinfachte Entgeltmodell

Hier erhalten Sie Informationen zum Verfahren zur Ermittlung der technischen Ein- und Ausspeisekapazitäten, zur Kapazitätsauslastung, zu historischen Kapazitätsauslastungen und technischen Kapazitäten, zu kapazitätsrelevanten Instandhaltungsmaßnahmen sowie Unterbrechungen im Netzgebiet der terranets bw.


Kapazitätsrelevante Instandhaltungsmaßnahmen

Wir halten unsere Netze immer auf dem aktuellsten Stand der Technik. Informieren Sie sich über aktuelle Wartungs-, Instandhaltungs- und Einbindungsmaßnahmen im Netzgebiet der terranets bw, die Kapazitätseinschränkungen zur Folge haben können. Davon betroffene Transportkunden oder Netzbetreiber werden rechtzeitig über mögliche Einschränkungen ihrer Transportkapazität informiert.


Unterbrechungen

Im Zeitraum 2006 bis 2011 sowie 2013 und 2014 war der Transport im Gasnetz der terranets bw uneingeschränkt möglich. Trotz regionaler Kapazitätseinschränkungen konnte durch den Einsatz interner Schalt- und Ersatzmaßnahmen die Unterbrechung der unterbrechbaren Kapazitäten vermieden werden.

 

Nachstehend finden Sie Informationen zu Unterbrechungen an maßgeblichen Ein- und Ausspeisepunkten im Netzgebiet der terranets bw aufgrund Kapazitätsengpässen nach § 16 EnWG.

Informationen zu Unterbrechungen an maßgeblichen Ein- und Ausspeisepunkten im Netzgebiet der terranets bw aufgrund von Überbuchungen finden Sie unter nachfolgendem Link.

Informationen zu Unterbrechungen an maßgeblichen Ein- und Ausspeisepunkten im Netzgebiet der terranets bw aufgrund geplanter Instandhaltungsmaßnahmen finden Sie unter nachfolgendem Link.

Informationen zu Unterbrechungen an maßgeblichen Ein- und Ausspeisepunkten im Netzgebiet der terranets bw aufgrund geplanter Instandhaltungsmaßnahmen finden Sie unter nachfolgendem Link.

Das Ergebnis der Ausschreibung von Lastflusszusagen für den Zeitraum 01.01.2013 bis 01.01.2014 können Sie nachstehend einsehen.

 

Das Ergebnis der Ausschreibung von Lastflusszusagen für den Zeitraum 01.01.2014 bis 01.01.2015 können Sie nachstehend einsehen.

 

Das Ergebnis der Ausschreibungen von Lastflusszusagen für den Zeitraum 01.01.2015 bis 01.01.2016 können Sie nachstehend einsehen.

 

Das Ergebnis der Ausschreibungen von Lastflusszusagen für den Zeitraum 01.01.2016 bis 01.01.2017 können Sie nachstehend einsehen.

 

Das Ergebnis der Ausschreibungen von Lastflusszusagen für den Zeitraum 01.01.2017 bis 01.01.2018 können Sie nachstehend einsehen.

 

Das Ergebnis der Ausschreibungen von Lastflusszusagen für den Zeitraum 01.01.2018 bis 01.01.2019 können Sie nachstehend einsehen.

 

Das Ergebnis der Ausschreibungen von Lastflusszusagen inForm von Abschaltverträgen (LiFA) für den Zeitraum 01.01.2018 bis 01.01.2019 können Sie nachstehend einsehen.

 

Das Ergebnis der Ausschreibungen von Lastflusszusagen für den Zeitraum 01.01.2019 bis 01.01.2020 können Sie nachstehend einsehen.

 

Das Ergebnis der Ausschreibungen von Lastflusszusagen inForm von Abschaltverträgen (LiFA) für den Zeitraum 01.01.2019 bis 01.01.2020 können Sie nachstehend einsehen.

Informationen zum Bilanzkreismanagement, den Virtuellen Handelspunkt (VHP), über die Bereitstellung von Abrechnungs- und Regelenergiedaten sowie über das Regelenergiemanagement können Sie auf der Internetseite der NetConnect Germany GmbH & Co. KG unter www.net-connect-germany.de einsehen.

Temporäres Produkt LiFA

Ist eine Pönale, die vom Kunden für den Fall des Verstoßes gegen die Abschaltvereinbarung zu zahlen ist, auf dem Preisblatt zu veröffentlichen?

Der Abschaltkunde ist gemäß des veröffentlichten Entwurfs für einen Abschaltvertrag lediglich zur Zahlung von Schadensersatz verpflichtet. Eine Pönale zahlt dieser nicht. Daher ist eine Pönale nicht zu veröffentlichen.

 

Wie ist die im Rahmen der internen Bestellung "vereinbarte maximale Kapazität" zu verstehen, anhand welcher die Kapazitätsgrenze für die Bereitstellung von positiven Lastflusszusagen berechnet wird?

Die „vereinbarte maximale Kapazität“ ist die seitens terranets bw im Rahmen der internen Bestellung zugesagte feste und unterbrechbare Kapazität, also die gesamte interne Bestellleistung, welche der VNB nach den Regeln der KoV akzeptiert hat.

Diese Kapazität ist die Ausgangsbasis für den Abruf von LiFA:

Ausgangsbasis LiFA - PDF

Hinsichtlich der durch terranets bw mitgeteilten Kapazitätsgrenze, welche der VNB im Engpassfall nicht überschreiten darf, gibt es verschiedene Möglichkeiten:

Kapazitätsgrenze LiFA - PDF 

Wie wird im Falle einer Engpasssituation hinsichtlich des Abrufs von LiFA verfahren?

terranets bw wird für den Abruf auf die im Rahmen des Leitfadens Krisenvorsorge verwendeten Formulare aufbauen. Diese wurden auf die Anforderungen für LiFA angepasst und finden sich in Anlage 2 und Anlage 3 der Ausschreibungsunterlagen. Im Bedarfsfall werden die Formulare an die in diesem Zusammenhang hinterlegten Emailadressen versenden. Der Abruf erfolgt bis 12:00 Uhr eines Tages, für den Folgetag. Die Bereitstellung der LiFA erfolgt jeweils ab 06:00 Uhr, wobei die Abrufdauer zwischen 1 Stunde und 240 Stunden liegen kann.

 

Wer ist für das Zusammenführen von Potenzialen (Pooling) verantwortlich?

Der VNB ist für das Poolen von Potenzialen verantwortlich. Er führt die einzelnen Angebote im Vorfeld zusammen und bietet diese im Rahmen der Ausschreibung innerhalb eines Angebotes an terranets bw an.

 

Wie ist die Vertragsstrafe zu berechnen?

Die Vertragsstrafe wird gemäß des durch terranets bw veröffentlichten Preisblattes ermittelt. Demnach beträgt Sie im Zeitraum vom 01.01.2019, 06:00 Uhr bis 01.04.2019, 06:00 Uhr sowie vom 01.10.2019, 6:00 Uhr bis 01.01.2020, 06:00 Uhr das Doppelte des Jahreskapazitätsentgelts für die maximale stündliche Kapazitätsüberschreitung an diesem Tag. Sie fällt jeden Tag neu an.

Das Jahreskapazitätsentgelt versteht sich zuzüglich der Entgelte für Messung, Messstellenbetrieb, Biogaskostenwälzung und Marktraumumstellung gem. Ziffer I des Preisblattes. 

Hinweis: Die am 30.05.2018 veröffentlichten Preise für 2019 sind noch ohne Umlagen und Messentgelte. Diese Bestandteile werden zu einem späteren Zeitpunkt veröffentlicht. 

Beispiel für eine maximalen Überschreitung i.H.v. 1.000 kWh/h an einem Tag:

1.000 (kWh/h) * 5,38391 € (Jahreskapazitätsentgelt 2018 inkl. Nebenkosten) * 2 = 10.767,82 €

Für jeden weiteren Tag einer Überschreitung, fällt die Vertragsstrafe, unter Einbeziehung der jeweiligen maximalen Überschreitung, neu an.

 

Trotz einer Überschreitung der geltenden Kapazitätsgrenze nach einem Abruf der LiFa besteht dann keine Verpflichtung, die Vertragsstrafe zu bezahlen, wenn der Anbieter nachweist, dass der/die bestehenden Abschaltvertrag/-verträge in seinem und/oder den nachgelagerten Netzen tatsächlich in erforderlichem Umfang genutzt  wurde/n und dass sich aus dieser Nutzung des/der Abschaltvertrages/-verträge ergebende Abschaltpotential sowie die interne Bestellung richtig berechnet wurde. Die Berechnung der internen Bestellung ist den §§ 13, 14 der KoV vorgegeben. Bei Anwendung des darin beschriebenen Verfahrens unter Berücksichtigung der gaswirtschaftlichen Sorgfaltspflicht ist von einer richtigen Berechnung der internen Bestellung auszugehen. Hinsichtlich der Ermittlung des Abschaltpotentials gilt grundsätzlich nichts anderes. § 13, 14 KoV enthalten Regeln zur Berücksichtigung von kapazitätsreduzierenden  Instrumenten in der interne Bestellung unter Bezug auf die gaswirtschaftliche Sorgfalt. Dazu gehört insbesondere auch die Berücksichtigung des Gleichzeitigkeitseffektes, sowie bekannter zukünftiger Änderungen des Leistungsbedarfs der Abnahmestelle. Werden diese Regeln eingehalten, ist auch von einer richtigen Berechnung des Abschaltpotentials auszugehen. Für ein etwaiges Speicherpotential gilt nichts anderes.

terranets bw führte zum 1. Januar 2018 ein neues Produkt zur Stabilisierung der Gasversorgung in Baden-Württemberg bei Lastspitzen ein. Lastflusszusagen in Form von Abschaltverträgen (LiFA) ist ein temporäres Produkt, das sich an Verteilnetzbetreiber im Netzgebiet der terranets bw richtet und zur Stabilisierung des Netzes vorhandene Spitzenlastinstrumente und Abschaltpotenziale von RLM-Kunden nutzt. LiFA dient der Überbrückung eventueller Kapazitätslücken bis Ausbaumaßnahmen im Gastransportnetz, welche über die deutschlandweiten Netzentwicklungspläne Gas identifiziert werden, wirken.

  • Alle der terranets bw direkt nachgelagerten Verteilnetzbetreiber (VNB) können sich an der Ausschreibung von Lastflusszusagen beteiligen.

  • Der direkt nachgelagerte VNB der terranets bw bündelt dabei das Potenzial der Abschaltkunden in seinem und ggf. in dem ihm nachgelagerten Netz.

  • Durch die Orientierung an der Festlegung der Bundesnetzagentur zu den Kosten für Lastflusszusagen als volatile Kosten im Sinne von § 11 Absatz 5 ARegV („KOLA“) beträgt die Mindestlosgröße 10 MW je Los. Die Bündelung von Angeboten mehrerer direkt nachgelagerter VNB  der terranets bw ist möglich.

  • Vertragliche Vereinbarungen hinsichtlich LiFA werden abgeschlossen zwischen:
  1. terranets bw und dem direkt nachgelagerten VNB
    Vertrag über positive Lastflusszusagen in Form von Abschaltverträgen (LiFA)
    Angebotsbogen für positive Lastflusszusagen für den Zeitraum vom 01.01.2019 bis 01.01.2020
  2. dem direkt nachgelagerten VNB und dem Abschaltkunden (AK)
    Abschaltvereinbarung Anschlussnehmer – MUSTER
  3. ggf. zwischen dem der terranets bw direkt nachgelagerten VNB und dem ihm wiederum nachgelagerten VNB, welcher dann wieder einen Vertrag mit einem Abschaltkunden schließt
    Vertrag über positive Lastflusszusagen in Form von Abschaltverträgen (LiFA) - MUSTER

Die Entwürfe für Verträge, in denen terranets bw nicht als Vertragspartner genannt ist, stellen reine Musterverträge dar. Sie wurden von terranets bw mit äußerster Sorgfalt erstellt und grundsätzlich mit der Bundesnetzagentur und der Landesregulierungsbehörde abgestimmt. Ob der Vertragsinhalt in jedem Einzelfall rechtlich und tatsächlich den Bedürfnissen der konkreten Vertragspartner entspricht, sollte von den konkreten Vertragspartnern jeweils selbst geprüft werden. terranets bw kann keine Gewähr oder Haftung für den Inhalt der Verträge übernehmen.


Thomas Pyka
Regulierungsmanagement
Am Wallgraben 135, 70565 Stuttgart

Mail lfz@terranets-bw.de 

Tel +49 (0) 711 7812-1359

Fax +49 (0) 711 7812-1403

Grundlage für die Ausgestaltung dieses neuen, temporären Produktes ist die besondere Situation in Baden-Württemberg, die aufgrund der Einbindung in vorgelagerte sowie europäische Netze durch eine komplexe Struktur sowie dem stark steigenden Bedarf an Transportkapazitäten in den Verteilernetzen, bestimmt ist.
Die Nachfrage nach Kapazitäten im Versorgungsgebiet des baden-württembergischen Fernleitungsnetzbetreibers terranets bw ist seit 2010 durch einen kontinuierlich steigenden Bedarf in den nachgelagerten Netzen geprägt. Die Transportnachfrage welche die Verteilnetzbetreiber im Rahmen der Internen Bestellung im Netz der terranets bw meldeten, stieg für 2017 und für 2018 im Vergleich zum Vorjahr jeweils um ca. 4 %.  
Ergänzend zur Realisierung erforderlicher Netzausbaumaßnahmen und der Kontrahierung von Lastflusszusagen an Einspeisepunkten in das Netz der terranets bw soll LiFA als marktbezogene Übergangslösung einen wertvollen Beitrag zur Entschärfung dieser Situation leisten. So kann vorhandenes Potenzial vorhandener Spitzenlastinstrumente und Abschaltpotenziale von RLM-Kunden im gesamten Netzgebiet der terranets bw genutzt werden, um im Falle einer Gasmangellage die Versorgungssicherheit in Baden-Württemberg weiterhin zu gewährleisten. LiFA schließt dabei an die ausgelaufenen Abschaltverträge, welche die Landesregulierungsbehörde Baden-Württemberg bis dato als Instrument zur Glättung von Leistungsspitzen genehmigt hatte, an. Bei LiFA sind zusätzlich auch VNB, welche nicht unter das Regulierungsregime der Landesregulierung Baden-Württemberg, sondern unter jenes der Bundesnetzagentur, fallen berechtigt, sich an den Ausschreibungen zu beteiligen.

  1. terranets bw schreibt jeweils für die Laufzeit eines Jahres LiFA-Kapazitäten mit einer Mindestlosgröße von 10 MW öffentlich aus.
    Ausschreibungstext LiFA
  2. Angebote können eingereicht werden

    • Als direkt nachgelagerter VNB der terranets bw: Angebot erfolgt direkt an terranets bw im Rahmen der Ausschreibung.
    • Als nicht direkt nachgelagerter VNB der terranets bw: Angebot erfolgt über den vorgelagerten, direkt nachgelagerten VNB der terranets bw, der an der Ausschreibung teilnimmt.
    • Als Abschaltkunde: Angebot erfolgt an den zuständigen VNB, der selbst oder über den ihm vorgelagerten VNB an der Ausschreibung teilnimmt.

  3. Nach erfolgtem Zuschlag schließen terranets bw und die ausgewählten VNB bilaterale LiFA-Verträge.
  • Die Abschaltpotenziale dürfen keinesfalls doppelt vermarktet werden (wie z.B. in NCG-Auktionen zu Regelenergie wie LTO und DSO).

  • Das Bündeln („Poolen“) mehrerer Abschaltverträge in einem Los ist möglich, so dass auch Abschaltpotenziale geringer als 10 MW berücksichtigt werden können.




  • Die Vergütung erfolgt zunächst seitens terranets bw an den VNB, dessen Angebot kontrahiert wurde. Die Weiterverrechnung erfolgt zwischen VNB und Abschaltkunde. Die aus LiFA resultierenden Kosten werden über die Netzentgelte der terranets bw gewälzt.  

  • terranets bw arbeitet mit Hochdruck an einer Verbesserung der aktuellen Kapazitätssituation. So werden neben LiFA ebenfalls Lastflusszusagen an Einspeisepunkten in das Netz der terranets bw ausgeschrieben um die Kapazitätslücke zwischen Ein- und Ausspeisekapazitäten zu schließen. Sofern durch diese Lastflusszusagen unterbrechbare Kapazitätsanteile in befristet feste Kapazitäten umgewandelt werden können, werden deren Kosten auf alle Netzkunden im Netz der terranets bw umgelegt. Entsprechend generierte befristet feste Bestellkapazitäten werden somit zum regulären Entgelt abgerechnet.

  • Das Ziel einer Kontrahierung von LiFA ist, eine Nachfragereduktion in Hochlastsituationen zu ermöglichen, um damit eine Unterbrechung unterbrechbar vergebener Kapazitäten soweit möglich zu vermeiden. Die aus LiFA resultierenden Kosten werden dabei über die Netzentgelte der terranets bw gewälzt.
  • Im Bedarfsfall ruft terranets bw die LiFA bei direkt nachgelagerten VNB ab, mit denen LiFA-Verträge abgeschlossen wurden. Die jeweiligen VNB sind wiederum für die Abschaltung der Abschaltkunden verantwortlich. Zwischen terranets bw und dem Abschaltkunden findet keine Kommunikation statt.

  • Mit dem Abruf seitens terranets bw verringert sich der zulässige Kapazitätsbezug am jeweiligen Regionalcluster um die Höhe ebendieser Lastflusszusage. Die Unterbrechung von über LiFA kontrahierten Kapazitäten erfolgt dabei parallel zur Unterbrechung unterbrechbarer interner Bestellkapazitäten.

  • Im Falle der Überschreitung der dann noch zulässigen Kapazität durch den VNB, greift die in den LiFA-Verträgen festgelegte Vertragsstrafenregelung. Die Regelung orientiert sich an derjenigen für die Interne Bestellung. Die Veröffentlichung des Preisblattes mit der Höhe der Vertragsstrafe erfolgt am 30.05.2018. Hinweis: Die am 30.05.2018 veröffentlichten Preise sind noch ohne Umlagen und Messentgelte. Diese Bestandteile werden zu einem späteren Zeitpunkt veröffentlicht. 

  • Für 2019 sind als mögliche Unterbrechungszeiträume das erste Quartal sowie November und Dezember definiert. In diesen Zeiträumen können LiFA, je Kalenderjahr und Vertrag, maximal für die Dauer von 240 Stunden abgerufen werden. Der Abruf erfolgt dabei bis 12:00 Uhr des Vortags für den Folgetag ab 06:00 Uhr für LiFA mit Leistungspreisen. Für LiFA mit Arbeitspreiskomponenten erfolgt der Abruf mit einer Frist von zwei Stunden.

  • Der Abrufprozess orientiert sich grundsätzlich an den im Rahmen des „Leitfadens Krisenvorsorge Gas“ verwendeten Formularen. Diese wurden auf die Anforderungen für LiFA angepasst und finden sich als Anlage 2 und Anlage 3 in den Ausschreibungsunterlagen. Der Abruf der Lastflusszusagen erfolgt dabei über den gemäß Ziffer 6.7 des „Leitfadens Krisenvorsorge Gas“ der KoV abgestimmten Kommunikationsweg.

Der zeitliche Ablauf gestaltet sich wie folgt:

23. Mai 2018Ankündigung Ausschreibung
30. Mai 2018Start Ausschreibung
30. Jul. 2018Frist zur Einreichung von Angeboten durch VNB
15. Aug. 2018Frist zur Annahme von Angeboten durch terranets bw

Alle für die Teilnahme an der Ausschreibung benötigten Informationen finden Sie nach dem Start der Ausschreibung in unserer Rubrik "Ausschreibungen".

Die Ergebniss der Ausschreibung sind im Anschluss des Verfahrens in der Rubrik "Netztransparenz" verfügbar.

Um sich einen schnellen Überblick über das Produkt LiFA zu verschaffen, haben wir die wesentlichen Aspekte im untenstehenden Dokument zusammengefasst.

Produktblatt LiFA