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SÜDDEUTSCHE ERDGASLEITUNG

Um eine sichere Energieversorgung auch bei steigender Nachfrage zu gewährleisten, ist der Ausbau des Gastransportnetzes der terranets bw notwendig. Deswegen plant terranets bw den Bau der ca. 250 km langen „Süddeutschen Erdgasleitung - SEL“ von Lampertheim in Hessen über Heidelberg, Heilbronn, Ludwigsburg, Esslingen, Göppingen, Heidenheim bis nach Bissingen in Bayern.

Durch die Übernahme der Planung der SEL von der OGE (Open Grid Europe) hat terranets bw die Grundlage für einen effizienten und ressourcenschonenden Netzausbau geschaffen.

Der Bau der SEL wird in Abschnitten umgesetzt, abhängig von der konkreten Bedarfsentwicklung in den nächsten 10 Jahren. So soll der Leitungsabschnitt von Heilbronn bis nach Löchgau bis 2024 fertiggestellt werden, die Leitungsabschnitte von Heidelberg bis Heilbronn sowie von Löchgau bis Esslingen a. N. bis spätestens 2026. Die Anbindungen an die vorgelagerten Transportsysteme in Lampertheim in Hessen und in Bissingen in Bayern werden voraussichtlich bis 2032 realisiert.


DATEN UND FAKTEN

ca. 250 km

Länge der Süddeutschen Erdgasleitung von Lampertheim (Hessen ) – Bissingen (Bayern)

1200 mm

Nennweite

10 m

Schutzstreifen

34 m

Arbeitsstreifen

Für den Bau und den Betrieb der SEL verarbeitet terranets bw personenbezogene Daten. Insbesondere für den Erwerb und die Verwaltung der Wege- und Leitungsrechte verarbeitet terranets bw Angaben der von dem Leitungsverlauf betroffenen Grundstückseigentümer und Grundstücksnutzer. Wie terranets bw Ihre personenbezogenen Daten verarbeitet, erfahren Sie unter www.terranets-bw.de/datenschutz


REALISIERUNG IN ABSCHNITTEN

Der Bau der SEL wird in Abschnitten umgesetzt, abhängig von der konkreten Bedarfsentwicklung in den nächsten 10 Jahren. Hier finden Sie den aktuellen Stand je Abschnitt.

Der rund 24 km lange Leitungsabschnitt von Heilbronn über Leingarten, Nordheim, Lauffen a.N., Brackenheim, Kirchheim a.N., Bönnigheim und Erligheim bis nach Löchgau soll bis 2024 fertiggestellt werden.

Die öffentlich-rechtliche Genehmigung liegt mit dem Planfeststellungsbeschluss des Regierungspräsidiums Stuttgart seit 2013 vor. Die bereits grundstücksscharf festgelegte Trasse wird von terranets bw weiterverfolgt.

Im Sommer 2020 beginnt der Erwerb der Wege- und Leitungsrechte, der Abschluss der privat-rechtlichen Vereinbarungen mit Eigentümern und Bewirtschaftern. Ab Herbst 2020 finden umfangreiche Untersuchungen statt: Vermessungen, Baugrunduntersuchungen und Kartierungen geschützter Tiere und Pflanzen sowie voraussichtlich ab 2022 archäologische Grabungen. Der Bau beginnt 2023 und bis Ende 2024 sollen alle Rohre verlegt sein, so dass die Leitung im Winter 2024/ 2025 für den Gastransport genutzt werden kann.

Abschnitt: Heilbronn – Löchgau

Eine detailliertere Karte mit dem Trassenverlauf (Stand: 06/2020) finden Sie hier:

Ihr Ansprechpartner

Christoph Kröhnert
Projektleiter Abschnitt Löchgau - Heilbronn
Am Wallgraben 135, 70565 Stuttgart

MAIL c.kroehnert[a]terranets-bw.de 
TEL +49 (0) 711 7812-1326

Der rund 45 km lange Leitungsabschnitt von Löchgau über Ludwigsburg und Waiblingen bis nach Esslingen a. N. soll voraussichtlich bis 2026 realisiert werden.

Für den Trassenverlauf liegt die öffentlich-rechtliche Genehmigung mit dem Planfeststellungsbeschluss des Regierungspräsidiums Stuttgart bereits vor. Die grundstücksscharf festgelegte Trasse wird weiterverfolgt.

Abschnitt: Löchgau – Esslingen a. N.

 

Ihr Ansprechpartner

Hartmut Drosch
Gesamtverantwortlicher Netzausbau
Leiter Netzdienste
Am Wallgraben 135, 70565 Stuttgart

MAIL h.drosch[at]terranets-bw.de
TEL +49 (0) 711 7812 1328

Der rund 60 km lange Leitungsabschnitt von Heidelberg über Leimen, Wiesloch und Bad Rappenau bis nach Heilbronn soll voraussichtlich bis 2026 realisiert werden.

Für den Trassenverlauf von Heidelberg bis nach Hüffenhardt im Regierungsbezirk Karlsruhe wird ein Planfeststellungsverfahren durchgeführt. In Vorbereitung darauf plant terranets bw 2021 eine frühe Öffentlichkeitsbeteiligung. Für den Trassenverlauf von Siegelsbach bis nach Heilbronn im Regierungsbezirk Stuttgart liegt die öffentlich-rechtliche Genehmigung mit dem Planfeststellungsbeschluss des Regierungspräsidiums Stuttgart bereits vor. Die grundstücksscharf festgelegte Trasse wird weiterverfolgt.

Abschnitt: Heidelberg – Heilbronn

 

Ihr Ansprechpartner

Hartmut Drosch
Gesamtverantwortlicher Netzausbau
Leiter Netzdienste
Am Wallgraben 135, 70565 Stuttgart

MAIL h.drosch[at]terranets-bw.de
TEL +49 (0) 711 7812 1328

Der rund 100 km lange Leitungsabschnitt von Esslingen a. N. über Göppingen, Geislingen a. d. Steige und Heidenheim a. d. Brenz bis nach Bissingen (Bayern) vervollständigt die Anbindung an das vorgelagerte Gastransportsystem und soll voraussichtlich bis 2032 realisiert werden.

Für den Trassenverlauf liegt die öffentlich-rechtliche Genehmigung mit dem Planfeststellungsbeschluss des Regierungspräsidiums Stuttgart bereits vor. Die grundstücksscharf festgelegte Trasse wird weiterverfolgt.

Abschnitt: Esslingen a. N. – Bissingen (Bayern)

 

Ihr Ansprechpartner

Hartmut Drosch
Gesamtverantwortlicher Netzausbau
Leiter Netzdienste
Am Wallgraben 135, 70565 Stuttgart

MAIL h.drosch[at]terranets-bw.de
TEL +49 (0) 711 7812 1328

Der rund 24 km lange Leitungsabschnitt von Lampertheim (Hessen) über Viernheim, Mannheim und Ladenburg bis nach Heidelberg vervollständigt die Anbindung an das vorgelagerte Gastransportsystem und soll voraussichtlich bis 2032 realisiert werden.

Für den Trassenverlauf von Lampertheim (Hessen) bis nach Viernheim im Regierungsbezirk Darmstadt liegt die öffentlich-rechtliche Genehmigung mit dem Planfeststellungsbeschluss des Regierungspräsidiums Darmstadt vor. Die grundstücksscharf festgelegte Trasse wird weiterverfolgt.

Für den Trassenverlauf von Mannheim bis nach Heidelberg im Regierungsbezirk Karlsruhe wird ein Planfeststellungsverfahren durchgeführt. In Vorbereitung darauf plant terranets bw 2021 eine frühe Öffentlichkeitsbeteiligung. 

Abschnitt Lampertheim - Heidelberg

 

Ihr Ansprechpartner

Hartmut Drosch
Gesamtverantwortlicher Netzausbau
Leiter Netzdienste
Am Wallgraben 135, 70565 Stuttgart

MAIL h.drosch[at]terranets-bw.de
TEL +49 (0) 711 7812 1328


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Wie eine Gasleitung entsteht


Fragen & Antworten

Die Nachfrage im Netz der terranets bw steigt weiter. Für 2030 melden die an das Netz der terranets bw angeschlossenen Verteilnetzbetreiber und Industrieunternehmen einen Gastransportbedarf, der 30% über dem heutigen Bedarf liegt. Damit die Energiewende gelingt und eine sichere Energieversorgung trotz Kohleausstieg gewährleistet ist, braucht es eine zuverlässige Versorgung mit Gas. So können z.B. Gaskraftwerke beliefert werden, die für die Systemstabilität im Stromnetz notwendig sind.

Da die gemeldete Nachfrage die aktuelle, maximale Transportkapazität des Netzes der terranets bw überschreitet, ist die geplante Netzausbaumaßnahme notwendig, damit weiterhin eine sichere Versorgung gewährleistet werden kann.

Der Bau der SEL wird in Abschnitten umgesetzt, abhängig von der konkreten Bedarfsentwicklung in den nächsten 10 Jahren. So soll der Leitungsabschnitt von Heilbronn bis nach Löchgau bis 2024 fertiggestellt werden, die Leitungsabschnitte von Heidelberg bis Heilbronn sowie von Löchgau bis Esslingen a. N. bis spätestens 2026. Die Anbindungen an die vorgelagerten Transportsysteme in Lampertheim in Hessen und in Bissingen in Bayern werden voraussichtlich bis 2032 realisiert.
 

Um Grundstücke für den Bau der Trasse zu nutzen, müssen Leitungsrechte in Form von Gestattungsverträge mit allen betroffenen Grundstückeigentümern und -bewirtschaftern vereinbart werden. Eine durch den Grundstückseigentümer zu bewilligende beschränkte persönliche Dienstbarkeit sichert diese Gestattung im Grundbuch ab. Der Grundstückseigentümer erhält hierfür eine einmalige Zahlung. Diese ist u.a. abhängig von der Größe der Fläche des Schutzstreifens der Leitung. Bei der Berechnung werden feste Entschädigungssätze zugrunde gelegt. terranets bw kommt zudem für mögliche Ertragsausfälle bei der Bewirtschaftung oder etwaige Schäden auf, die durch die Arbeiten im Zusammenhang mit der Leitungsverlegung entstehen.

Der Bauherr terranets bw gewährleistet die Sicherheit. Durch den Einsatz unabhängiger Sachverständiger (im Regelfall der TÜV) wird die die Integrität und Sicherheit der Baumaßnahme geprüft. Die Beauftragung der Baufachkräfte erfolgt nach einer strengen Präqualifizierung. Sicherheits- und Gefahrenkoordinatoren gewährleisten die Einhaltung regelkonformer Arbeitsbedingungen auf der Baustelle um Unfälle zu vermeiden.

Der Betrieb und die Instandhaltung erfolgt durch Fachpersonal der terranets bw. Das 2.000 km lange Fernleitungsnetz und die dazugehörigen Anlagen der terranets bw werden durch die rund um die Uhr besetzte Steuerungszentrale überwacht und gesteuert. Durch den Einsatz fernsteuerbarer Armaturen können einzelne Abschnitte sofort außer Betrieb genommen werden. Neben der regelmäßigen Wartung und unverzüglichen Umsetzung notwendiger Instandhaltungs- und Instandsetzungsmaßnahmen entsprechend der technischen Vorschriften werden die Leitungen durch Befliegen, Befahren, Begehen sowie Inspektionen regelmäßig kontrolliert.
 

Der Arbeitsstreifen, der während der Bauarbeiten temporär in Anspruch genommen wird, beträgt 34 Meter. Die Rohre haben einen Durchmesser von 1,2 Metern und werden mit mindestens 1 Meter Erde überdeckt, d.h. der Graben ist ca. 2,2 Meter tief. Im Anschluss an die Verlegung der Rohre wird die in Anspruch genommene Fläche wiederhergestellt, so dass die landwirtschaftliche Nutzung wieder uneingeschränkt möglich ist.

Durch den Bau nimmt terranets bw  durch den Arbeitsstreifen temporär landwirtschaftliche Flächen in Anspruch. Die Bereiche außerhalb des Arbeitsstreifens können während der Bauphase weiterhin genutzt werden. Nach Möglichkeit minimiert terranets bw Ernteausfallzeiten entschädigt Landwirte bei Bedarf nach festen Sätzen. Im Anschluss an den Leitungsbau findet eine Rekultivierung der Bodenflächen statt. So liegen keine bedeutenden Einschränkungen für die landwirtschaftliche Nutzung vor.


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