Die Nachfrage nach Transportkapazitäten im künftigen Wasserstoff-Kernnetz übertrifft bereits zum Start der Reservierungsphase die Erwartungen der Netzbetreiber. Das Interesse aus dem Markt ist ein klares Signal für den Hochlauf der Wasserstoffwirtschaft in Deutschland. Die Betreiber des Wasserstoff-Kernnetzes hatten die gemeinsame Reservierungsphase am 19. März 2026 gestartet.
"Dass die Nachfrage bereits kurz nach dem Start so hoch ist, zeigt deutlich, wie wichtig das Kernnetz für den Markthochlauf in Deutschland ist. Gemeinsam schaffen wir die Grundlage für den Aufbau von Lieferketten und ermöglichen somit langfristige Investitionsentscheidungen im H2-Markt", so Barbara Fischer, Geschäftsführerin des FNB Gas.
Seit dem Start sind zahlreiche Reservierungsanfragen eingegangen, von denen ein Großteil bereits positiv mit der Vorlage eines Reservierungsangebots beantwortet wurde. Weitere Anfragen befinden sich aktuell in der Prüfung. Die Nachfrage zeigt, dass Unternehmen entlang der Wasserstoff-Wertschöpfungskette frühzeitig konkrete Bedarfe anmelden und auf den Aufbau einer leistungsfähigen Transportinfrastruktur setzen.
Zum aktuellen Zeitpunkt wurden insg. 32 Anfragen gestellt. Dabei wurden in den Clustern Ein- und Ausspeisekapazitäten in Höhe von bis zu ca. 2,9 GW und für den Clusterübergangstransport (CÜT) Kapazitäten in Höhe von bis zu ca. 0,6 GW angefragt. Der früheste geplante Nutzungsbeginn ist 2027.
Die Prüfung der Anfragen erfolgt auf Basis der Kapazitäten, die im zweiten Marktinformationspaket am 5. März durch die Netzbetreiber veröffentlicht wurden. In Fällen, in denen die angefragten Kapazitäten über diesen Stand hinausgehen, kommt ein strukturierter Prozess mit Einzelfallprüfung zur Anwendung. Dieses Verfahren hat sich bewährt: Alle bislang geprüften Anfragen konnten positiv beantwortet werden.
Eine weitergehende Information des Marktes ist zu einem späteren Zeitpunkt vorgesehen.
















