Gemeinsam mit den deutschen Fernleitungsnetzbetreibern und den regulierten Betreibern von Wasserstofftransportnetzen arbeitet terranets bw an der integrierten Netzentwicklungsplanung für Gas und Wasserstoff.
Alle zwei Jahre entsteht mit dem Netzentwicklungsplan für Gas und Wasserstoff (NEP) ein Fahrplan für den notwendigen Um- und Ausbau der Energieinfrastruktur. Jetzt liegt der erste Entwurf für den integrierten NEP vor, der erstmals die Planung von Gas- und Wasserstoffinfrastruktur vereint. Der Entwurf umfasst alle Maßnahmen, die in den kommenden Jahren für eine sichere Energieversorgung in Deutschland erforderlich sind.
Bis 2037 sieht der Entwurf Methan-Maßnahmen mit einer Leitungslänge von rund 360 Kilometern in Deutschland vor. Deutlich umfangreicher ist der geplante Wasserstoffausbau: Rund 7.000 Leitungskilometer mit einem Investitionsvolumen von etwa 20 Milliarden Euro sollen entstehen.
Im Netzgebiet von terranets bw sieht der erste Entwurf des NEP bis 2037 folgende Methan-Maßnahmen vor:
- Abschnitte der Süddeutsche Erdgasleitung (SEL) von Heidelberg bis Heilbronn und Löchgau bis Esslingen a. N. – bereits in Umsetzung und im NEP 2022 enthalten
- Spessart-Odenwald-Leitung (SPO) von Wirtheim nach Lampertheim – bereits im NEP 2022 enthalten
- Gasverdichterstation Mörsch in Rheinstetten bei Karlsruhe – bereits in Umsetzung und im NEP 2022 enthalten
- Erweiterung Gas-Druckregel- und Messanlage Au am Rhein – bereits in Umsetzung und im NEP 2022 enthalten
- Gas-Druckregel- und Messanlagen in Kirchheim unter Teck, Hittistetten, Eichstegen, Pfuhl, Wirtheim, Lampertheim, Heidelberg und Heilbronn – bereits im NEP 2022 enthalten
- Umhängung auf dem Leitungssystem Hittistetten-Lindau (Maßnahme, um die Methanversorgung abzusichern) – bereits im Wasserstoff-Kernnetz enthalten
- Umhängung auf dem Leitungssystem Bad Krozingen-Freiburg (Maßnahme, um die Methanversorgung abzusichern) – bereits im Wasserstoff-Kernnetz enthalten
Folgende Wasserstoff-Maßnahmen sind im ersten Entwurf des NEP bis 2037 im Netzgebiet von terranets bw enthalten:
- Süddeutsche Erdgasleitung (SEL) : Neubau der Abschnitte von Lampertheim bis Heidelberg und von Esslingen a. N. bis Bissingen sowie Umstellung der Abschnitte von Heidelberg bis Esslingen a. N – bereits im Wasserstoff-Kernnetz enthalten
- RHYn Interco: Neubau von Fessenheim an der französischen Landesgrenze bis Freiburg i. B. – bereits im Wasserstoff-Kernnetz enthalten – anschließend die Umstellung der Rheintalsüdleitung von Freiburg i. B. bis Offenburg – neue Maßnahme im NEP 2025
- Leitungsumstellung auf Wasserstoff von Hittistetten-Senden bis Lindau – bereits im Wasserstoff-Kernnetz enthalten
Am 11. März 2026 von 9:00 bis 12:30 Uhr findet ein öffentlicher Workshop zur Vorstellung der wesentlichen Ergebnisse statt. Zur Anmeldung
Der erste Entwurf des NEP befindet sich derzeit in der öffentlichen Konsultation. Interessierte können bis zum 27. März 2026 Stellung nehmen. Anschließend wird der Entwurf von den Wasserstofftransportnetzbetreibern überarbeitet und an die Bundesnetzagentur übergeben. Die Behörde ermöglicht anschließend die Beteiligung von Öffentlichkeit und Marktteilnehmern.
Der NEP basiert auf Szenarien, die unter anderem aus deutschlandweiten Bedarfsabfragen für Gas und Wasserstoff aus dem Jahr 2024 hervorgegangen sind. Die Bedarfsabfrage für den nächsten NEP 2027 läuft aktuell. Meldungen sind noch bis zum 13. März 2026 möglich.
Die Koordinierungsstelle für Netzentwicklungsplanung Gas und Wasserstoff (KO·NEP) koordiniert den rollierenden Prozess des NEP für das Fernleitungs- und Wasserstofftransportnetz durch die Betreiber von Fernleitungsnetzen und die regulierten Betreiber von Wasserstofftransportnetzen.
Zur Pressemitteilung der KO·NEP















