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Neckarenztalleitung

Um dem steigenden Kapazitätsbedarf in Baden-Württemberg gerecht zu werden, baut die terranets bw das Fernleitungsnetz bedarfsgerecht aus.

Für Baden-Württemberg sieht der Netzentwicklungsplan Gas (NEP Gas) die Anbindung der Region Ludwigsburg/Enzkreis an die Ferngasleitung „Schwabenleitung“ vor. Der NEP Gas enthält alle Maßnahmen zur Optimierung, Verstärkung und zum bedarfsgerechten Ausbau des Netzes sowie zur Gewährleistung der Versorgungssicherheit, die in den nächsten zehn Jahren netztechnisch für einen sicheren und zuverlässigen Netzbetrieb erforderlich sind.

Durch die Neckarenztalleitung wird die Versorgungssicherheit in Baden-Württemberg und insbesondere im Raum Ludwigsburg/ Enzkreis im Gas- und Strombereich auch zu Spitzenlastzeiten nachhaltig gesteigert. Zudem wird die Verbindung an das westeuropäische Transportnetz über die Trans-Europa-Naturgas-Pipeline (TENP) durch die Anbindung an die in 2016 in Betrieb genommene Nordschwarzwaldleitung zudem zusätzlich abgesichert und verbessert.

 

 

Trassenverlauf Neckarenztalleitung

Ihre Ansprechpartner

Christoph Kröhnert
Projektleiter
Am Wallgraben 135, 70565 Stuttgart

Mail c.kröhnert[at]terranets-bw.de 

Tel +49 (0) 711 7812-1326

Rebecca Penno
Projektkommunikation
Am Wallgraben 135, 70565 Stuttgart

Mail r.penno[at]terranets-bw.de 

Tel +49 (0) 711 7812-1266


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Gerne informieren wir Sie in unserem Online Newsletter "Neues von der NET" über den aktuellen Projektfortschritt. In verschiedene Rubriken lernen Sie auch das Projektteam und die Planer der Neckarenztalleitung kennen.

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"Neues von der NET" - Ausgabe 07/Sep 2018    Inhalt: Bau einer Leitung und Naturschutz 

"Neues von der NET" - Ausgabe 06/Juni 2018    Inhalte: ROV und Interview mit C. Götzel-Kiefer (RPS)

"Neues von der NET" - Ausgabe 05/März 2018   Inhalte: ROV und Kältewelle Februar 2018 

"Neues von der NET" - Ausgabe 04/Dez 2017    Inhalte: ROV und Interview mit MD Helmfried Meinel 

"Neues von der NET" - Ausgabe 02/Mai 2017    Inhalte: Genehmigungsverfahren und Bürgerdialog

"Neues von der NET" - Ausgabe 01/Feb 2017    Inhalte: Trassenfindung, Projektzeitplan und NEP Gas


Aktuelle Termine

Dezember 2017Start Raumordnungsverfahren (ROV) beim Regierungspräsidium Stuttgart (Antragsunterlagen Raumordnungsverfahren Regierungspräsidium Stuttgart)
März 2018 Veröffentlichung 5. Ausgabe Newsletter (Schwerpunkt: ROV, Kältephase Februar)
Juni 2018Veröffentlichung 6. Ausgabe Newsletter (Schwerpunkt: ROV und Interview mit C. Götzel-Kiefer (RPS))
September 
2018
Veröffentlichung 7. Ausgabe Newsletter (Schwerpunkt: Bau einer Leitung und Naturschutz)

Hier können Sie sich ansehen, wie eine Gasleitung entsteht


Fragen & Antworten

Erdgas und das Fernleitungsnetz sind für die erfolgreiche Realisierung der Energiewende und während der Umstellung auf erneuerbare Energien zukunftsfähige Partner. Nach §§ 1 und 11 Energiewirtschaftsgesetz (EnWG) ist terranets bw verpflichtet, ein sicheres, zuverlässiges und leistungsfähiges Erdgastransportnetz zu betreiben und das Netz aufgrund des kontinuierlich steigenden Bedarfs an Erdgastransportkapazitäten in Baden-Württemberg bedarfsgerecht auszubauen. Die deutschlandweite Koordination des Ausbaubedarfs erfolgt im Netzentwicklungsplan Gas (NEP Gas). Dieser enthält alle Maßnahmen zur Optimierung, Verstärkung und zum bedarfsgerechten Ausbau des Netzes sowie zur Gewährleistung der Versorgungssicherheit, die in den nächsten zehn Jahren für einen sicheren und zuverlässigen Netzbetrieb erforderlich sind. Die im NEP Gas aufgeführten Maßnahmen sind durch die Bundesnetzagentur geprüft und bestätigt. Die Maßnahmen des NEP Gas sind nach § 15a EnWG verbindlich umzusetzen.

Um dem steigenden Kapazitätsbedarf in Baden-Württemberg gerecht zu werden, baut die terranets bw das Fernleitungsnetz aus. Für Baden-Württemberg sieht der Netzentwicklungsplan die Anbindung der Region Ludwigsburg/Enzkreis an die Ferngasleitung „Schwabenleitung“ vor.

Durch die Neckarenztalleitung wird die Versorgungssicherheit in Baden-Württemberg und insbesondere im Raum Ludwigsburg im Gas- und Strombereich auch zu Spitzenlastzeiten nachhaltig gesteigert. Zudem wird die Verbindung an das westeuropäische Transportnetz über die Trans-Europa-Naturgas-Pipeline (TENP) durch die Anbindung an die in 2016 in Betrieb genommene Nordschwarzwaldleitung zudem zusätzlich abgesichert und verbessert.

Für Baden-Württemberg sieht der Netzentwicklungsplan Gas die Anbindung der Region Ludwigburg/ Enzkreis an die Ferngasleitung „Schwabenleitung“ vor. Die neue Leitung soll im Raum Wiernsheim starten und über Vaihingen, Bietigheim-Bissingen bis südlich von Löchgau führen.

Nach dem Netzentwicklungsplan ist die terranets bw verpflichtet, eine Anbindung des Raumes Ludwigsburg/ Enzkreis an die Schwabenleitung vorzunehmen. Um dazu den optimalen Trassenverlauf ausfindig zu machen, hält sich terranets bw an verschiedene Trassierungsprinzipien. Die Kriterien für die Trassierung sind mit der genehmigenden Behörde (RP) abgestimmt und werden durch diese gegebenenfalls gegeneinander abgewogen.

11-Punkte-Programm

Um einen breiten Konsens zu erreichen, wird ein zweistufiges Genehmigungsverfahren (Raumordnungsverfahren, Planfeststellungsverfahren) durchgeführt.

(vgl. Wer genehmigt die Neckarenztalleitung?)

terranets bw informiert seit Juni 2016 betroffene Gemeinden und Städte über erste Trassierungsüberlegungen und nimmt Anregungen und Ideen auf. Beteiligungsformate und Teilnehmer im Rahmen der frühzeitigen Öffentlichkeitsbeteiligung werden durch terranets bw mit den Kommunen und der zuständigen Behörde (RP) vereinbart (s. Leitfaden für eine neue Planungskultur der Landesregierung BW).

Um einen breiten Konsens mit allen Beteiligten zu erreichen, wird ein zweistufiges Genehmigungsverfahren durchgeführt.

(vgl. Wer genehmigt die Neckarenztalleitung?)

Um einen breiten Konsens mit allen Beteiligten zu erreichen, wird ein zweistufiges Genehmigungsverfahren durchgeführt:

  • Im Raumordnungsverfahren (ROV) nach §§ 18 ff LPlG, § 1 Nr. 14 ROV bewertet die zuständige Behörde (RP) unter Beteiligung der betroffenen Kommunen sowie der Träger öffentlicher Belange die grundsätzliche Raumverträglichkeit des Projektes anhand verschiedener Trassierungsvorschläge ohne grundstücksscharfe Planung
  • Die Ergebnisse aus dem ROV finden Eingang in das Planfeststellungsverfahren (PFV) nach § 43 ff EnWG, in dem der endgültige Trassenverlauf durch die zuständige Behörde (RP) festgelegt wird
  • Beide Verfahren sind mit Öffentlichkeitsbeteiligung

Die zuständige Genehmigungsbehörde ist das Regierungspräsidium Stuttgart.

(vgl. Wie ist das Verfahren zur Trassenfindung?)

Raumordnungsverfahren (ROV) nach §§ 18, 19 LPlG

Bei raumbedeutsamen Planungen mit überörtlicher Bedeutung wird im Raumordnungsverfahren (ROV) die Raumverträglichkeit bewertet, d.h. ob und unter welchen Voraussetzungen die Neckarenztalleitung mit den Zielen und Grundsätzen der Raumordnung und Landesplanung übereinstimmt. Dafür entwickelt terranets bw alternative Trassenverläufe, wägt schützenswerte Güter gegeneinander ab und reicht verschiedene Trassierungsvorschläge bei der Raumordnungsbehörde ein. Anschließend werden die Antragsunterlagen in den Kommunen einen Monat lang öffentlich ausgelegt. Die zuständige Behörde bewertet nach Anhörung der betroffenen Kommunen und Träger öffentlicher Belange die grundsätzliche Raumverträglichkeit des Projektes. Die Ergebnisse aus dem Raumordnungsverfahren finden mit der raumordnerischen Beurteilung anschließend Eingang in das Planfeststellungsverfahren.

Planfeststellungsverfahren (PFV) nach §§ 43 ff EnWG, §§ 72ff VwVfG

Planfeststellungsverfahren

Unter Berücksichtigung der Ergebnisse des Raumordnungsverfahrens (ROV) verfeinert terranets bw die Trassenplanung, führt eine Umweltverträglichkeitsprüfung durch und stellt einen Antrag auf Planfeststellung bei der zuständigen Behörde.

Anschließend werden sämtliche Planungsunterlagen in den Kommunen einen Monat lang öffentlich ausgelegt. Träger öffentlicher Belange, wie Gemeinden und Landkreise aber auch Interessenverbände wie Umweltschutzorganisationen und Bürger haben die Möglichkeit, sich zum Vorhaben zu äußern. Die Planfeststellungsbehörde wägt sämtliche durch die Planung berührte öffentliche und private Belange umfassend gegeneinander ab. Nach intensiver Prüfung wird so durch die zuständige Behörde die endgültige Trassenführung verbindlich und grundstücksscharf festgelegt

Der Bauherr terranets bw gewährleistet die Sicherheit. Durch den Einsatz unabhängiger Sachverständiger (im Regelfall der TÜV) wird die die Integrität und Sicherheit der Baumaßnahme geprüft. Die Beauftragung der Baufachkräfte erfolgt nach einer strengen Präqualifizierung. Sicherheits- und Gefahrenkoordinatoren gewährleisten die Einhaltung regelkonformer Arbeitsbedingungen auf der Baustelle um Unfälle zu vermeiden.

Der Betrieb und die Instandhaltung erfolgt durch Fachpersonal der terranets bw. Das 2.000 km lange Fernleitungsnetz und die dazugehörigen Anlagen der terranets bw werden durch die rund um die Uhr besetzte Steuerungszentrale überwacht und gesteuert. Durch den Einsatz fernsteuerbarer Armaturen können einzelne Abschnitte sofort außer Betrieb genommen werden. Neben der regelmäßigen Wartung und unverzüglichen Umsetzung notwendiger Instandhaltungs- und Instandsetzungsmaßnahmen entsprechend der technischen Vorschriften werden die Leitungen durch Befliegen, Befahren, Begehen sowie Inspektionen regelmäßig kontrolliert.

Voraussichtlich wird der Bau der Neckarenztalleitung bis Ende 2021 abgeschlossen sein. Für die Bauphase und Inbetriebnahme der Neckarenztalleitung ist ein Zeitraum von rund 2 Jahren eingeplant. In den einzelnen Bauabschnitten der lokal kontinuierlich fortlaufenden Baustelle, insbesondere auf privaten Grundstücken, kommt es zu einer Bauzeit von ungefähr drei Monaten. Die Wiederherstellung der beanspruchten Flächen wird voraussichtlich im Jahr 2022 abgeschlossen.

 

Um die Eingriffe zu minimieren, trifft terranets bw über den gesamten Bauprozess hinweg zahlreiche Vorkehrungen, die einen bestmöglichen Naturschutz unterstützen. Am Beginn dieses Prozesses steht die Umweltverträglichkeitsprüfung – in Kooperation mit Behörden und Verbänden werden auf der Grundlage einer detaillierten Bestandsaufnahme und Bewertung von Natur und Landschaft die Auswirkungen auf die Schutzgüter Pflanzen, Tiere, Boden, Wasser, Klima/Luft, Landschaft und Mensch sowie auf Kultur- und sonstige Sachgüter geprüft und beurteilt. Mithilfe der Prüfungsergebnisse werden Maßnahmen zur Vermeidung oder Verminderung von Beeinträchtigungen entwickelt sowie Kompensationsmaßnahmen erarbeitet, die als Nebenbestimmungen in den Planfeststellungsbeschluss eingehen. Im Anschluss an den Bau der Anbindungsleitung Heilbronn wird die Umwelt wiederhergestellt (Renaturierungsmaßnahmen). Nicht vermeidbare, bleibende Eingriffe werden durch entsprechende Maßnahmen ausgeglichen (Ausgleichsmaßnahmen). Sollten trotz aller Vorsichtsmaßnahmen Schäden auftreten, wird ein Ausgleich und Ersatz von Schäden durchgeführt.

Durch den Leitungsbau werden landwirtschaftliche Flächen durch den Arbeitsstreifen temporär in Anspruch genommen. Die Bereiche beidseitig des Arbeitsstreifens können weiterhin während der Bauphase genutzt werden. Terranets bw minimiert Ernteausfallzeiten nach Möglichkeit und entschädigt diese bei Bedarf nach festen Sätzen. Im Anschluss an die Nutzung durch terranets bw findet eine Rekultivierung der Bodenflächen statt, sodass keine bedeutenden Einschränkungen für die landwirtschaftliche Nutzung vorliegen.


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